Google Preferred: Premium-Werbung auf YouTube

Auf der Konferenz NewFronts in New York stellte Google für YouTube „Google Preferred“ vor. Damit können Werbetreibende Anzeigen bei den Top 5% bzw. den Top 1% der YouTuber schalten.

Diese Zahlen beziehen sich aber nicht auf den gesamten Markt auf der Videoplattform, sondern auf die „Verticals“. Sprich die 5% (oder 1%) besten Kanäle aus dem Bereich Gaming, Sport usw.

Das macht auch Sinn, denn erstens kommt die Werbung auch an der richtigen Zielgruppe an. Und zweitens wäre die komplette Top 5% auf YouTube eine gewaltige Masse.

Auf dem Videoportal existieren bereits Kanäle, die diese YouTuber sammeln:

Beauty & Fashion
Comedy
Entertainment & Pop Culture
Food & Recipes
Musik
Video Gaming
News
Anime & Teen Animation
Cars, Trucks & Racing
Familie & Children
Science & Education
Sport
Technology
Weightlifting, Workouts & Wellness

Allerdings fallen beim Betrachten der Listen ein paar Dinge auf. Zum einen ist kein deutschsprachiger Kanal zu finden. Was denn Schluss nahe bringt, dass Google Preferred erst im englischsprachigen Raum getestet wird bevor es weiter verbreitet wird. Das gleiche passierte bspw. vor ein paar Jahren auch mit der Monetarisierung. YouTube-Partner gab es erst in den USA und später in Deutschland.

Zum anderen fällt auf, dass die Top 1% scheinbar per Hand ausgewählt sind und die Top 5% durch einen Algorithmus, den sogenannten „P Score“ (also nicht nur ausschließlich durch Anzahl der Abonnenten). Dieser Wert wird ermittelt durch:

  • wiederkehrende Zuschauer
  • wie lang werden die Videos geschaut
  • den Anzahl der  Daumen nach oben pro Video
  • wie oft wird es im Web verbreitet (z.B auf Facebook)

Dadurch kommen aber auch Kanäle in die Liste, die vielleicht nur einen viralen Hit hatten. Auf den anderen nicht oft angeschauten Videos möchten Werbende ihre Premium-Anzeigen wahrscheinlich nicht gern sehen.

Mit Google Preferred schafft der Konzern für Werbetreibende einen interessanten Markt, der auch nicht unendlich begrenzt ist. Es ist händisch bzw. mit Algorithmen auf wenige sehr reichenweitenstarke Produzenten konzentriert. Die Einnahmen für YouTube sollten damit weiter steigen.

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