Archiv der Kategorie: Netzwelt

Verlage gegen Google

Wenn Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender, Axel Springer) im Streit mit Google die BILD in den Qualitätsjournalismus hebt und Thomas Ziegler (Geschäftsführer, Funke Mediengruppe) im Morgenmagazin des ARD und ZDF sagt:

„Uns stört an Google, wenn wir eine gute Geschichte haben in unserem Print-Medien (auch online darstellen), dass  von Google entschieden wird, ob diese Geschichte gut oder schlecht vermarktet wird. Google entscheidet, ob diese Geschichte oben steht oder unten steht.“

Dann vermittelt es leicht das Gefühl, dass es vor allem um die normale Suche und speziell um die Nachrichtensuche geht. Es entsteht außerdem der Eindruck, dass Nachrichtenseiten durch die Suchmaschine am meisten benachteiligt werden. Dass das aber nicht der Fall ist bzw. sein sollte und worum es den Beschwerdeführern gegen Google eigentlich geht, möchte ich im Text ansatzweise erläutern.

Worum es nicht geht bzw. nicht gehen kann?

Herr Ziegler scheint sich an der Grundfunktion einer Suchmaschine zu stören. Nämlich eine Hilfestellung für Webnutzer zu sein, wenn sie etwas suchen.

Herrn Döpfner und Herrn Ziegler möchten scheinbar, dass ihre Nachrichten noch prominenter in der Suchmaschine auftauchen. Würde ihnen eine Einigung mit Google gelingen oder ein Gerichtsbeschluss die Suchmaschine dazu zwingen, wären gleichzeitig alle anderen Medienproduzenten benachteiligt.

Die Nachrichtensuche und die organische Suche sind die neutralsten von Googles Angeboten. Weder schreibt der US-Internetgigant eigene Nachrichten noch ist es in den Geschäftsfeldern der BILD, der WAZ oder anderen vergleichbaren Medien unterwegs. Nur die einzelnen Anbieter versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen. Keiner ist benachteiligt oder hat einen Vorteil in der Hand.

Worum geht es dann also?

Dazu hilft ein Blick in das von einigen Medienhäusern und von 400 Unternehmen unterstützte „Open Internet Project“. In einem Manifest halten sie ihre Beschwerden fest. Diese werde ich im folgenden kurz nennen.

„Google’s preference of its own vertical and non-vertical search services“

Google soll seine eigenen Dienste bevorzugen. Genannt werden Google+ und YouTube, aber auch Google Shopping oder der Knowledge Graph spielen eine Rolle.

Bis auf den Knowledge Graph (und den auch nur teilweise) kann ich nicht erkennen, warum ausgerechnet die Verleger am lautesten schreien. Warum ist der Otto-Versand nicht dabei? Der müsste doch ein ernsthaftes Interesse habe, dass Google Shopping eingedämmt wird. Auch Google+ ist unverständlich. Die BILD hat hoffentlich noch kein soziales Netzwerk. Auch die  Videoproduktion steht nicht im Vordergrund. Oder verstehen sich die Verleger hier als Sprecher für eventuell benachteiligte Unternehmen?

„Google also promotes its services via the granting of ad-extensions“

In dem Punkt wird sich über Googles Werbenetzwerk beschwert. Das ist nun einmal die Haupteinnahmequelle des Unternehmens. Es gibt für Google kaum Alternativen.  Es wird schwer gegen dieses vorzugehen.

„Google discriminates against competitors via its Google Adwords policies“

Dieser Punkt enthält kein Beispiel, das ihn verständlicher machen könnte. Wie werden Unternehmen durch die Adwords Policy benachteiligt?

„Blockage of referrer data“

Google blockiert seit geraumer Zeit die Referrer Daten. Diese zeigen an, von wo Besucher auf eine Seite kommen. Die Suchmaschine schob als Grund den Datenschutz vor. Die Unternehmen möchte natürlich auch weitere Daten von Nutzern bekommen.

„Google Analytics“

Als letzten Hauptpunkt wird sich über Analytics beschwert. Das von jedem Unternehmen freudestrahlend in der Vergangenheit und Gegenwart benutzt wird. Scheinbar hat man den Verlegern auch noch nicht erzählt, dass es einige Alternative dazu gibt.

Das waren kurz die Hauptpunkte in der Beschwerde der Unternehmen. Für Tipps oder erklärende Beispiele zu den aufgelisteten Punkten wäre ich sehr dankbar.

Es geht also, um die vertikalen Suchmaschinen, dem Werbenetzwerk, und der Auswertung der Daten der jeweiligen Seitenbesucher.

Warum hört man dann hauptsächlich von Döpfner? Das Unternehmen Axel Springer ist eventuell bei zwei Punkten selbst betroffen. Zum einen zählt zu ihren Produkten finanzen.net, dass durch Googles Anzeige von Börsendaten als Knowledge Graph betroffen ist. Zum anderen ist Axel Springer Eigentümer bei Zanox. Zanox ist eines der größten Affiliate Netzwerke Deutschlands. Es vermittelt Werbetreibende mit Website-Betreibern, die auf ihrer Seite Anzeigen schalten möchten. Das heißt wenn ein Administrator einen Banner auf seiner Seite hinzufügen möchte, sucht er bei Zanox nach einem passenden Anbieter.

Axel Springer hätte also durchaus Interesse sein eigenes Werbenetzwerk gegenüber Googles Adsense zu stärken.

Was Thomas Ziegler in der Diskussion erreichen möchte, ist nicht so eindeutig. Die Funke Mediengruppe hat sich auf Regionalmedien, Frauen-, Programmzeitschriften und Anzeigenblätter spezialisiert. In welcher Konkurrenz stehen sie damit mit Google? Mit den gedruckten Anzeigenblättern? Möchten sie dass das Leistungsschutzrecht doch noch ein Erfolg wird? Auch hier wäre eine tiefergehende Erklärung von Herrn Ziegler hilfreich.

Und die Telekom? 

Sie darf natürlich auch nicht fehlen. Die Telekom hat eine interessante Begründung, warum sie sich der Beschwerde anschließt:

„Die Telekom begründete ihren Einstieg in das Verfahren damit, dass Google „wettbewerbsfeindliche Praxis“ den Konzern daran hindere, das Portal suche.t-online.de für die Kunden zu optimieren.“

(Quelle: Sueddeutsche.de)

Allen sollte aber klar sein, dass hinter suche.t-online.de Google steckt. Die Telekom bringt ihre Nutzer also zu Google. Dadurch kann die Telekom sich über eine hübsche Gewinnbeteiligung freuen. Eine eigene Suchmaschine ist für die Telekom finanziell nicht rentabel.

Zusammenfassung

In meinen Augen verhalten sich die älteren Medien, wie die Zeitschriften immernoch sehr innovationsfaul. Statt selbst die Initiative zu ergreifen, gehen sie sich bei der Regierung beschweren. Dabei haben die Verleger so ziemlich jeden Trend der letzten Jahre verschlafen und es weiterhin nicht auf die Reihe bekommen, sich ordentlich im Web zu finanzieren.

In den Medien wird meistens nur die Suche von Google angesprochen? Warum machen die Beschwerdeführer ihre Punkte nicht deutlicher?

Ob Google seine Marktmacht ausnutzt und z.B. Google Shopping stark bevorzugt muss ein Gericht klären. Das könnte definitiv spannend werden. Google ist natürlich ein Unternehmen und dadurch auf Gewinn aus. Um dessen Dominanz zu brechen, würden Jahre voll Arbeit auf die Beschwerdeführer zu kommen. Da ist es doch leichter die Politik einzuschalten.

Abschließend noch ein Video, dass Prof. Lewandowski zeigt. Er erklärt, woher die Macht der Suchmaschinen kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Hobbit: 8-Bit-Version

Der YouTube-Kanal CineFix hat die ersten beiden Teile der Trilogie „Der Hobbit“ als 8-Bit-Version zusammengefasst. In nur dreieinhalb Minuten bündeln die Filmemacher die wichtigsten Szenen.

Wer ins Kino gegangen wird keine Probleme haben, alle Einzelheiten zu erkennen. Gekonnt leitet das Video den Zuschauer von der Begegnung mit den Trollen bis zum Kampf mit dem Drachen Smaug.

CineFix hat bereits Filme wie „The Big Lebowski„, „Pulp Fiction“ oder „Star Trek“ in 8-Bit nachverfilmt. Zurecht stehen hinter dem Kanal bereits über 400.000 Abonnenten.

Gesichter im Netz

Tja, wer oder was im Netz manchmal berühmt wird, das kann niemand voraussehen. Neuerdings ist ein Foto immer zu sehen.

Eine Momentaufnahme existiert von Zeddie Little, der während eines    Marathonlaufs überglücklich in eine Kamera strahlte. Besser bekannt wurde er unter Ridiculously Photogenic Guy. Das Foto wurde hochgeladen und Zeddie über Nacht zum Internetphänomen. Mittlerweile hatte er auf Twitter über 35 000 Follower und sein Gesicht in verschiedenen Parodien verwendet. Sein Profil scheint er aber gelöscht zu haben. Der Hype um seine Person schien ihm nicht zu gefallen.

Ein weiterer Fall der letzten Zeit ist der Zahnarzt Löhlein aus Schwäbisch Hall. Wem etwas Ungewöhnliches am Foto auffällt, der weiß warum das Bild sich rasend schnell im Netz verbreitet hat. Ob brilliantes Marketing oder wirklich nur ein Bild um seine Crew vorzu-stellen, das beleibt wohl sein Geheimnis.

Ganz gewöhnliche Menschen werden auf einmal weltweit berühmt. Auf Seiten wie 9gag.com oder reddit.com findet der Besucher unzählige Gesichter die kleine Geschichten erzählen. Wahrscheinlich immer sind die Fotos unfreiwillig ins Netz gelangt oder durch Unvorsicht. Die folgende Lawine, wenn das Bild gefällt, kann dann aber nicht mehr gestoppt werden. Dazu ist das Netz zu groß und zu viele Menschen teilen es viel zu schnell auf unzähligen Seiten.

So etwas ist immer Fluch und Segen zu gleich und schon vor Jahren habe ich den Satz gelesen: Jeder Mensch wird seine 15 Minuten Berühmtheit bekommen, ob er will oder nicht.

Die Politiker und die Anonymität im Netz

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige Politiker nicht wirklich mit der sich schnell entwickelnden Gesellschaft hinterherkommen. Es folgen zwei Beispiele von Herrn Döring und Herrn Lammert und natürlich ein paar Gedanken dazu.

Am Sonntag war Landtagswahl im Saarland. Die CDU gewann, die SPD knapp dahinter, gefolgt von den Linken, den Grünen und den Piraten. Die FDP wurde abgestraft und darf jetzt nur noch (im Saarland) zuschauen.
Ziemlich unzufrieden zeigte sich der FDP-Generalsekretär Patrick Döring  und kommt in der Folge zu der bemerkenswerten Aussage „Tyrannei der Masse“. Als Argument dafür bringt er Stuttgart 21 ins Spiel und meint, dass die Demonstranten und das Internet ein Bild vermittelt hätten, dass ganz Baden-Württemberg dagegen sei. Die Volksabstimmung hat aber ein bekanntermaßen anderes Bild gezeigt. Ich wohne zwar nicht in Stuttgart und kann mich deswegen nicht so gut einfühlen, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es nur S21-Gegner gibt und dass es sich ungefähr die Waage hält. Erst die Fehler, die in der Politik gemacht wurden, hatte die ganze Sache neben den gewaltigen folgenden Medienecho, begünstigt.
Das im Internet ein ganz anderer Wind herrscht als in der „realen“ Welt ist ja nichts Neues mehr. Es ist für Menschen ein wunderbares Werkzeug ihre Meinung einer großen Massen zu erklären. Man bekommt wesentlich mehr Hintergrundinformationen als durch Fernsehen und Radio. (Ein Beispiel wäre ACTA)
Im Allgemeinen wird unter „Tyrannei der Massen“ auch Demokratie verstanden und wenn die Masse die FDP nicht mehr als Entscheidungsträger sehen will, ist das nur gerecht.
Im folgenden spricht er sich auch gegen die Anonymität im Netz aus. Früher wurde anonym mit Flyern und Plakaten protestiert, heute sind es halt die Nicks der Internetnutzer. Das ganze ist natürlich größer als früher, da sich mehr Menschen einfacher beteiligen können. Dass dieser Politiker damit nicht klar kommt, ist offensichtlich. Mit der Entscheidung in die Politik einzutreten, muss ihm doch bewusst gewesen sein, dass er in die Öffentlichkeit tritt und es nicht nur Glückwünsche hageln.
Das einige Internetnutzer sich echt daneben benehmen, wird unter YouTube-Video häufig sehr deutlich. Ist das aber nicht auch eine Frage der Erziehung? Warum setzt die Politik nicht hier an und versucht das Klima zu entschärfen bzw. zu beruhigen, statt der Bevölkerung mit Sanktionen zu drohen?

Es ist aber amüsant zu beobachten. Auf der einen Seite wird heftig um die Vorratsdatenspeicherung diskutiert und auf der anderen Seite soll man all seine Informationen im Netz offen legen. Einige Politiker scheinen mit der neuen Macht der Bevölkerung und deren Meinung nicht klar zu kommen.
Sascha Lobo hat in einem Artikel übrigens darauf hingewiesen, dass schon immer die Medien reguliert wurden und verweist auf ein Buch. Zunächst konnte jeder Radioprogramme produzieren. Dann wurden teure Lizenzen verteilt und der Großteil der Bevölkerung ausgeschlossen. Ebenso beim Fernsehen und ähnlich wie bei der Zeitung. Das ganze wird heute von vielen versucht auf das Internet umzumünzen.
Herr Döring scheint eher darüber besorgt, dass die Masse ihre Meinung kundtun kann.

In die Diskussion hat sich auch Herr Lammert eingeschaltet, seines Zeichens Bundestagspräsident. Auch er beklagt die Anonymität im Netz. Menschen würden mehr beleidigen und aggressiver sein. Der Spiegel hinterfragt meiner Ansicht nach richtig, dass es auch noch andere Themen im Netz gibt, als nur über inkompetente Politik zu lästern. Der Spiegel führt hier Foren an, in denen sich bspw. über Alkoholprobleme ausgetauscht wird. Das wäre sicherlich auch nicht angenehm, wenn jeder seinen richtigen Namen benutzen würde. Das zeigt mir doch deutlich, dass das die Arbeitgeber, also die wenigen, bevorzugen würde: „Ach Herr Müller ist Alkoholiker… Aber nicht mehr in unserer Firma“.
Gleichzeitig sei nochmal darauf hingewiesen, dass die ACTA auch nicht alles öffentlich macht. Siehe (mal wieder) ACTA, wo alles hinter verschlossener Türe besprochen wurde und erst das Internet die Bevölkerung über die Gefahren langsam aufgeklärt hat. Zum Glück ist das jetzt erst einmal ausgesetzt. Gelernt hat die Politik trotzdem nichts. Man schaue sich nur mal an wie jetzt dass, 2-Strike-Modell besprochen wird (übrigens auch gescheitert). Die lächerlichste Aussage der Regierung in diesem Jahr, war die Aussage, dass Informationen zu ACTA die öffentliche Sicherheit gefährden würden.

Ich kann die Politiker zur Zeit noch weniger verstehen als sonst. Sie fordern, dass der Einzelne seine Informationen offen legen soll, ziehen es aber scheinbar vor ihre Gespräche über zukünftige Entscheidungen nicht öffentlich zu machen, da ja keine Meinung darüber in der Bevölkerung entstehen darf. Bevor jemand Tranparenz von jemanden fordert, sollte er  zunächst sich selbst überprüfen.

Um auch einmal ins Ausland zu blicken: Wurde der gesamte arabische Frühling nicht auch wegen der Anonymität vorangetrieben? 

Eastereggs bei Google

Die Zuständigen und Programmierer bei Google beweisen ziemlich oft, dass auch sie viel Humor besitzen. Aber bevor ich davon einige präsentiere, gibt es vorab eine interessante Seite, die Google sozusagen zu Fall bringt.

Google Gravity nennt sich diese Animation. Sobald man die Maus bewegt, bricht der gesamte Bildschirm ineinander. Die Suchfunktionen und sämtliche Links bleiben dennoch bestehen. Außerdem kann der Besucher endlich einmal nach belieben die Balken, Wörter und Textbox umherwirbeln. Wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht, einmal mit einer der mächtigsten Internetseiten anzustellen, was man möchte.

Komme ich jetzt zum eigentlichen Thema.

Gebt doch einfach mal „do a barrel roll“ bei Google ein. Ich hoffe niemand wird bei dieser kleinen Aktion Seekrank. Ich möchte auch nicht näher darauf eingehen und die Überraschung verderben, obwohl das Gesuchte ja schon für sich spricht.

Ein weiteres Easteregg ist die Funktion bei der Suchmaschine Pacman zu spielen. Einfach auf den Bildschirm geklickt und schon kann die nostalgische Flucht vor bunten Geistern mit einer gelben Kugel beginnen.

Auf die schiefe Bahn gerät Google, wenn man in die Suchfunktion „tilt“ eingibt. Aber Achtung: Bei längerer Benutzung könnte sich der Hals verrenken.

Auch folgende Suche bei Google Maps  kann als durchaus kurios betrachtet werden. Ein Reisender, von Peking nach San Francisco die Routenplanung befragt, bekommt bei Punkt 30 die Antwort: „29. Links abbiegen auf 塘后支路 . 30. Per Jet-Ski über den Pazifik 782 km“ Wäre ja auch langweilig, wenn man wie jeder andere das Flugzeug nehmen würde.

Das soll einmal ein kleiner Einblick in die Streichwelt der größten Suchmaschine gewesen sein. Wer fleißig sucht, findet auch die Google-Varianten auf Klingonisch und für Piraten.

Pinterest

Schon mal etwas von Pinterest gehört?

Ich vor kurzem auch nicht. Bis ich es auf der Seite zeichenzaehler.de kurzzeitig gesehen habe. Dort wurde es aber scheinbar wieder entfernt.

Pinterest könnte die nächste große Sache im sozialen Netz sein. Auf der Seite können Bilder, die man im Internet gefunden hat an eine virtuelle Pinnwand angeheftet werden. So können interessante Dinge geteilt werden. Eine größere Menge von Menschen würde so erst durch diese „Sache“ erfahren und diese selbst weiterverbreiten. Der ein oder andere Schatz kann so gefunden werden.

Im Jahr 2011 wurde es vom TIME Magazin zu einer der 50 besten Internetseiten des Jahres gekürt.

Stellt sich jetzt für mich die Frage, auch wenn ich diese Idee von Pinterest sehr gut finde: Kommt es zu Konflikten mit dem deutschen Urheberrecht? Wahrscheinlich. Immerhin verteilt und veröffentlicht man Bilder, dessen Rechte man nicht hat. Das könnte interessant werden.

Die Internetseite „DerWesten“ beschreibt, dass Anwälte 6-stellige Beträge fordern, wenn man eine Urheberrechtsverletzung begeht (vgl. DerWesten, 2012). Meine Meinung ist, dass Unternehmen oder Lizenzinhaber das ganze als kostenlose Werbung ansehen sollten. Aber nein, es wird eher versucht noch mehr Geld herauszuschlagen mit drakonischen Strafen. Natürlich denke ich, wenn das Ansehen einer Person durch das Verteilen des Bildes beschädigt wird, das dieser zum Anwalt greifen kann/muss.

Aber in den anderen Fällen kann hier eine gute Idee ganz schnell wieder in Deutschland verloren gehen. Am Ende könnte z.B. der Internetzugriff aus Deutschland auf die Seite gesperrt werden, wie es bei Grooveshark oder YouTube-Videos der Fall ist. Toll… bleibt Deutschland weiterhin Internetentwicklungsland.

Das Urheberrecht sollte unbedingt mal an die neuen digitalen Zeiten angepasst werden. Aber nicht in Form von ACTA, SOPA oder IPRED, wo am Ende Überwachung drohen könnte. Da wird den Politikern noch viel Gehirnschmalz abverlangt. Demokratischen Gehirnschmalz versteht sich und keinen von der Lobby bezahlten.

Weniger Werbung

Internetseiten mit zuviel Werbung werden demnächst von Google herabgestuft. Denn wen stört es nicht, wenn man die eigentliche Website und die Information, die man sucht durch viel zu viel Werbung nicht mehr findet.

Googles neuer Suchalghorithmus bestraft in Zukunft also genau solche Seiten. Das könnte, dazu führen, das weniger Werbung von den Administratoren der Seiten geschalten werden, um ihre Suchposition (bspw. auf der optimalen ersten Seite) nicht zu verlieren.

Also kann ich hoffen, dass ich nie wieder der „9999 Besucher der Seite xy“ bin und mir nie wieder ein großartiges Geschenk in leuchtender Blinkschrift angeboten wird. Nervige Werbung könnte dezimiert werden, aber es wird wohl nicht allzuviel sein.

Außerdem muss man bedenken, Internetseiten, die sich durch Werbung finanzieren werden so bestraft. Größere Seiten können das locker kompensieren, aber kleinere werden wohl mit Gewinneinbußen rechnen müssen.

[Quelle: http://www.golem.de/1201/89206.html%5D

Ureinwohner des Internets

An dieser Stelle möchte ich einmal auf eine Dokumentation des 3sat hinweisen. Sehr interessant werden die Digital Natives beschrieben. Also die Menschen, die nach 1980 geboren sind und mit den digitalen Medien und den dem Internet aufgewachsen. Es werden Fragen versucht zu beantworten, wie weit wir (ich schließe mich mal ein 😉 ) die Arbeitswelt verändern und wie wir unsere Kinder erziehen. Das sind aber nur zwei von vielen Themen.

Ich fande es sehr interessant und kann es nur weiterempfehlen.

 

Anonymous entlarvt NPD-Spender

Die Gruppe „Anonymous“ avanciert zum modernen Robin Hood. Seit ein paar Wochen führen sie die Seite nazi-leak.net. Jetzt haben sie eine Liste veröffentlicht mit Personen und ihren Adressen, die entweder der Partei NPD gespendet haben oder bei Versandhäusern, mit rechtem Gedankengut bzw die vor allem in der rechten Szenen getragen werden, veröffentlicht. Auch ich habe einmal hineingeschaut und musste feststellen, dass auch eine Person aus meiner Heimatstadt darin verewigt wurde.
Auf der einen Seite natürlich gut, weil diese Menschen sich nicht verstecken könne. Aber auf der anderen Seite ist es natürlich erschreckend zu sehen, wozu die Hackergruppe in der Lage ist und wie weit man in die Privatsphäre eindringen kann.

Hier einmal den Artikel, den ich dazu gelesen habe. http://meedia.de/internet/nazi-leaks-anonymous-outet-rechtsgesinnte/2012/01/02.html